Die Wasserburg

1. 1944

1a. 1970

1b. Die Wasserburg im Winter


Die Anfänge reichen bis ca. 1500 zurück, das Gebäude selbst wurde ca. vor 200 Jahren gebaut. Es war lange Zeit die letzte erhaltene Vordeichansiedlung in Hamburg und Umgebung. 1966 fiel das reetgedeckte Bauernhaus, das zum Schutz vor der Flut auf einer Warft stand, an die Stadt Hamburg. Durch Initiative eines Wilhelmsburger Arztes (Dr. Oltmann) wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und so damals vor dem Abriss gerettet. 1999 verstarb der letzte Besitzer der Kate, die anschließend leer stand.

2. Eingangsbereich der Wasserburg als sie noch im Besitz von Dr. Oltmann war

3. der einzige Zugang zur Wasserburg führte mittels einer Brücke über diesen Priel hinweg

4. das Ende der Wasserburg Mai 2001

 

Kurze Zeit später bewarb sich die "Gesellschaft für ökologische Planung" darum, das Gebäude, das mittlerweile in einem Naturschutzgebiet lag, als Informationszentrum nutzen zu können. Da dieser Verein sich bereits um das angrenzende Naturschutzgebiet gekümmert hat, bekam er den Zuschlag. Spenden wurden eingeworben, lediglich die Stadt Hamburg zeigte sich nicht spendabel. Im Mai 2001 wurde dann von ungebetenen Besuchern, die das leerstehende Gebäude regelmäßig besuchten, Feuer gelegt und das Haus brannte weitgehend aus.

5. nach dem Brand 2002, das Reetgedeckte Dach wurde ein Raub der Flammen

6.

Kurze Zeit später musste der Verein angesichts der immer weiter steigenden Kosten die Segel streichen - mittlerweile waren die Projektkosten von 400.000 DM auf 1,4 Mio. € gestiegen, 300.000€ mehr als Finanzierungszusagen vorlagen. Damit war das Schicksal besiegelt, und ungeachtet seiner kulturellen Bedeutung wurde die Wasserburg im August 2003 abgerissen.

7. versteckt unter Grünzeug, Reste einer 200 Jahre alte Grundmauer, vielleicht, in ein paar Hundert Jahren wird sie wieder ausgegraben, man wird sich dann sicherlich fragen:

"wie konnte man so ein Stück Wilhelmsburger Geschichte einfach so ausradieren???"

 

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Abbildung 1., 1a., 3, 5., 6., 7. von Peter Pforr steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

Abbildung 1b.. von Jürgen Müller steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

Abbildung 4. von Karl Grobelny steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.