Einige Schiffe die auf der Reiherstiegwerft gebaut wurden:

Dampffahrgastschiff "St. Georg"

1.


Das älteste noch fahrtüchtige Dampfschiff Deutschlands wurde im Jahre 1876 auf der Hamburger Reiherstiegwerft gebaut. Alsterreeder H.E. Justus taufte das Schiff auf den Namen „Falke“. 63 Jahre lang war der Dampfer unermüdlich auf der Linienfahrt vom Jungfernstieg nach Winterhude, Barmbek und zum Mühlenkamp auf der Alster im Einsatz. 1911 zum Glattdecker umgebaut und mit neuem Namen „Galatea“ – später „St. Georg“ – versehen, wurde der fleißige Dampfer nach dem Krieg über Umwege nach Berlin verkauft. Dort schipperte der Veteran als Motorschiff „Deutschland“  bis 1984  über die Havel und den Wannsee. Schließlich kaufte der Verein Alsterdampfschiffahrt das ausgemusterte Schiff und ließ es auf der Dresdner Schiffswerft Laubegast instandsetzen. Wieder mit einer alten Zwei – Zylinder – Dampfmaschine angetrieben, kehrte der Dampfer im Sommer 1994 nach 55 Jahren auf die Alster nach Hamburg zurück.

Technische Daten

Werft
Baujahr
Restaurierung
Länge
Breite
Tiefgang 
Maschinenleistung

: Reiherstiegswerft / Hamburg
: 1876
: bis 1994
: 20,98 m
: 4,40 m
: 1,20 m
: 75 PS

Details über Maschine und Kesselanlage 
1 Zweifachexpansions-Maschine 75 PS von 1922, ölbefeuerter Kessel
 

Annie Therese

2.

Technische Daten

Werft
Baujahr
Länge
Breite
Tiefgang

: Reiherstiegswerft / Hamburg
: 1873
: 70,15 m
: 8,87 m
: 4,21 m

ADOLF WOERMANN

3.

Der Deutsche Postdampfer hatte Platz für 301 Passagiere. Wurde 1938 abgebrochen.

Technische Daten

Werft
Baujahr
Länge
Breite
BRT

: Reiherstiegswerft / Hamburg
: 1906
: 125,0 m
: 15,0 m
: 6355

Wadai

4.

Technische Daten

Werft
Baujahr
Länge
Breite
BRT

: Reiherstiegswerft / Hamburg
: 1922
: 110,1 m
: 15,3 m
: 4696

Die WADAI  lief am 17. August 1922 vom Stapel. Am 2. September 1922 von der Reederei übernommen, lief die WADAI acht Tage später in Hamburg zu ihrer Jungfernfahrt aus. Wie ihr Schwesterschiff  WAHEHE  wurde auch die WADAI  1931 umgebaut und verfügte nur noch über 75 Passagierplätze in der Kajütklasse. Die WADAI  blieb bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges im Afrika-Dienst beschäftigt.
Am 30. August 1939 hatte der Dampfer Las Palmas zum Blockadedurchbruch nach Deutschland verlassen. Über Norwegen und einen Zwischenaufenthalt in Murmansk erreichte die WADAI am 7. Oktober 1939 Hamburg.
Am 6. November des gleichen Jahres kam es zur Indienststellung des Dampfers durch die Kriegsmarine als Kasernenschiff für die Torpedoschule.
Bis zum Kriegsende befand sich das Schiff auf der Flensburger Förde und am 26. Juni 1945 musste sie der britischen Shipbuilding Controller ausgeliefert werden.
Unter dem Namen EMPIRE YARE kam der Dampfer nur für kurze Zeit unter britischer Flagge zum Einsatz.
1946 wurde das Schiff der Sowjetunion zugesprochen, und es erfolgte eine Umbenennung in GOGOL. In der Folgezeit befand sich das Schiff nun überwiegend in Ostasien. Dort wurde sie für den kleinen Passagierdienst im Ochotskischen Meer eingesetzt. Während dieser Zeit war die GOGOL für 190 Passagiere eingerichtet.
In Japan wurde der Dampfer dann 1970 abgebrochen.

WAHEHE

5.

Technische Daten

Werft
Baujahr
Länge
Breite
BRT

: Reiherstiegswerft / Hamburg
: 1922
: 110,1 m
: 15,3 m
: 4709

Am 6. Mai 1922 lief die WAHEHE in Hamburg vom Stapel. Nach der Fertigstellung im August begann am 10. November 1923 die Jungfernreise des neuen Woermann-Schiffes zur Westküste Afrikas. Nach einem Umbau verfügte die WAHEHE 1931 nur noch über eine Platzkapazität für 60 Passagiere in der Kajütklasse. Das Schiff blieb zum Beginn des Zweiten Weltkrieges zwischen Hamburg, Bremen und den Häfen Westafrikas in Fahrt. Im September 1939 lief die WAHEHE den spanischen Hafen Vigo an, den sie am 10. Februar wieder verließ, um von dort aus den Durchbruch nach Deutschland zu wagen. Dieser Versuch glückte der WAHEHE nicht. Am 21. Januar 1940 brachten der britische Leichte Kreuzer HMS MANCHASTER und der Zerstörer HMS KIMBERLY das Schiff im Atlantik auf und anschließend nach Kirkwall ( Orkney Inseln ) ein. Umbenannt in EMPIRE CITIZEN wurde es am 3. Februar 1941 ein Opfer des deutschen U-Bootes U 107. Die ehemalige WAHEHE sank westlich der Vestmannn-Insel (Färöer) nach einem Torpedotreffer.

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